Die dmexco, Ad Fraud und die Vorzüge des B2B-Marketings
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An der Bar mit Edward...

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Die dmexco, Ad Fraud und die Vorzüge des B2B-Marketings

Im heutigen Bargespräch geht’s um die dmexco in Köln. Unser Gast plaudert über Onlinewerbung und ihre Schwächen, grübelt mit Edward, dem Barkeeper, über Ad Fraud und bringt eine Marketing-Weisheit ins Gespräch, die eine verblüffende Parallele verbirgt. 

 

Albert Straten betritt etwas spät für seine Verhältnisse die Media Lounge. An der Theke sind viele Plätze frei, was zum einen an der Uhrzeit und zum anderen an den Ferien liegt. „Treue Gäste, die noch schnell auf einen Nightcap vorbeikommen, sind immer willkommen“ wird der 55-Jährige Marketing-Chef eines Medienhauses herzlich begrüßt.

„Tja, Eddy, wenn ich so zwischen den Flaschen mein Gesicht im Spiegel betrachte, kommt mir der Gedanke, ich sollte längst im Bett liegen.“

Edward schenkt dem Neuankömmling einen doppelten Lagavulin ein; für Straten ist ein kräftiger Single Malt Whisky der ideale Abschluss des Tages und als guter Barkeeper kennt Edward die Vorlieben seiner Stammgäste. „Viel zu tun, hmm?“

Mit einem leicht apathischen Kopfnicken ergreift der Marketing-Chef das zu ihm herübergeschobene Glas: „Dmexco! Digitalmesse in Köln! Wir sind gerade mit Hochdruck dabei, unsere Marketingmaterialien für unseren Messeauftritt fertigzustellen.“

„Wow, sind schon wieder zwölf Monate vergangen? Ich weiß noch, als ich mich im letzten Jahr mit Deiner Bekannten, Andrea Herrmann, über die Messe unterhalten habe. Da hat sie sich noch über die Organisation beklagt; das Ding platzt ja wohl bald aus allen Nähten.“

Albert Straten setzt ein zweifelndes Gesicht auf und erörtert, dass er gespannt sei, wohin die Reise gehe, schließlich werde in diesem Jahr zum ersten Mal Eintritt kassiert. Aber bis jetzt führe kein Weg an der bedeutenden Digitalmesse in Deutschland vorbei. „Für uns ist das immer noch ein wichtiger Hotspot: um Kunden zu treffen, unsere News und unser Portfolio zu präsentieren, aber auch um sich selbst zu informieren und auf dem neuesten Stand zu bleiben.

„Sag mal, ich habe neulich einen Artikel in der Wirtschaftswoche gelesen – danach ist Onlinewerbung ziemlich in Misskredit geraten, wie siehst Du das?“

Der Marketing-Chef legt seine Stirn in Falten, lässt den Whisky in seinem Glas kreisen und nimmt einen kräftigen Schluck – dann entspannen sich seine Gesichtszüge: „Ein Hauptkritikpunkt ist die Werbewirkung von Bannern. Wer sieht sie, werden sie überhaupt gesehen? Sind das Menschen, die adressiert werden oder wird der Traffic durch sogenannte Bots generiert. Das ist aber vornehmlich ein Problem in der B2C-Werbung. Da wir ausschließlich werbliche Informationen von Geschäftskunden für Geschäftskunden anbieten, sind wir von diesem Problem weniger getroffen. Wenn Du Dich dafür interessierst, musst Du mal nach Ad Fraud googeln.“

Im Kopf von Edward beginnt es zu kreisen: Adfraud, Adfraud, der neue Adfraud – könnte auch ein Name für einen innovativen Cocktail sein. Er greift zu seinem Notizbuch und schreibt sich den Begriff auf.

„Willst Du tatsächlich danach googlen? Ad Fraud kannst Du Dir doch auch so merken.“ „Sicher ist sicher“, schmunzelt der Barkeeper. Das Thema interessiert ihn auch fernab neuer Cocktail-Kreationen. Und so erfährt er ein bisschen mehr über Stratens Arbeitsalltag und dass dieser mit seinem Medienhaus nicht nur Online, sondern auch Print und Mobile als Werbekanal anbiete und es sowieso darauf ankomme, für einen Kunden den richtigen Media-Mix zu entwickeln und dieser eben von Kunde zu Kunde deutlich variiere.

Albert Straten wischt auf seinem Handy-Display, tippt und ruft erfreut aus: „Da, ich habe den Beitrag aus der Wirtschaftswoche gefunden. Und das solltest auch Du Dir merken; der Autor Thomas Koch bringt es auf den Punkt: ‚Die einzig richtige Lösung ist und bleibt die richtige Werbung (Content), im richtigen Augenblick (Relevanz) an die richtigen Menschen (Zielgruppe) in der richtigen Dosierung (Wirkung).’“

Edward überlegt einen Augenblick, dann sprudelt es aus ihm heraus: „Das ist doch genau das Gleiche wie in meinem Business: „Die einzig richtige Lösung ist und bliebt das richtige Getränk (Content), im richtigen Augenblick (Relevanz) an die richtigen Menschen (Zielgruppe) in der richtigen Dosierung (Wirkung). Ein frisch verliebtes Pärchen sollte etwas Anderes trinken als jemand beim ersten Date, geht man mit beruflichen Kontakten aus, sollte der Cocktail weniger heftig ausfallen als mit engen Freunden, und wenn man traurig ist, empfehlen sich andere Getränke, als wenn es etwas zu feiern gibt...“

„...und wenn man einen Schlummertrunk benötigt, kommt es auf die richtige Dosierung (Wirkung) an, und die ist jetzt erreicht“, sagt Straten zufrieden, bezahlt und wünscht dem Barkeeper eine gute Nacht. Edward schaut dem Marketing-Chef hinter und her spricht leise vor sich hin: „Edwards Adfraud, Edwards Adfraud... Wird das ein Cocktail auf Rum- oder auf Wodkabasis?“

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