Die DSGVO, die Daten der Kunden und Nachteile, die sich als Vorteile entpuppen
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An der Bar mit Edward...

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Die DSGVO, die Daten der Kunden und Nachteile, die sich als Vorteile entpuppen

Im heutigen Bargespräch geht es um Kundenbindung, die Datenschutzgrundverordnung und warum Gäste profitieren, wenn man mehr über sie weiß. Edward, der Barkeeper, ist sich allerdings keiner Schuld bewusst, als ihm eine Art Data-Mining vorgeworfen wird.

Albert Straten, Marketing-Chef eines Medienhauses, hat heute früh den Weg in die Media Lounge gefunden. Er ist mit seiner langjährigen Bekannten Andrea Herrmann verabredet. Die Senior Marketing Managerin einer Softwarefirma lässt allerdings auf sich warten. Dienstags geht sie immer noch ins Studio, um mit einer Runde Yoga den Arbeitstag zu verjagen. Gerade als Straten mit Edward, dem Barkeeper, in ein Gespräch einsteigen will, setzt sich die 38-Jährige auf den freien Platz neben ihm.

„Ah, da bist Du ja“, murmelt der Marketing-Chef.

„Und konntest Du beim Yoga Boden gut machen?“, fragt Eddy seinen weiblichen Gast. Straten ist heute ein wenig auf Krawall gebürstet, die Wartezeit hat ihr Übriges zu seiner übellaunigen Stimmung beigetragen. „Konntest Du beim Yoga Boden gut machen?“, wiederholt er die Frage, indem er den Barkeeper imitiert. „Sag, mal Edward, leidest Du heute unter einer Eloquenz-Störung?

Der Gefragte reagiert nicht auf die rhetorische Attacke, auch wenn er innerlich bereits in den Abwehrmodus umgeschaltet hat. Stattdessen fragt er Andrea Herrmann ganz charmant, ob Sie wie immer einen Harvey Wallbanger trinken möge.

„Ah, ah, ah – Vorsicht, Falle“, unterbricht Straten den Barchef.

„Also, lieber Herr Straten, wenn Sie – erstens – nicht ein Stammgast wären und – zweitens – ich nicht immer den Kunden in den Fokus rücken würde und drittens, ach egal, was ist denn heute bloß los mit Dir?“

„Erstens, lieber Eddy, duzen wir uns jetzt nicht mehr, weil Du – zweitens – den Dienstag zum Welttag der Dünnhäutigkeit ausgerufen hast? Ich wollte Dich – drittens –  nur darauf hinweisen, dass Du jetzt schon einmal für die im Mai in Kraft tretende Datenschutz-Grundverordnung, kurz DSGVO, üben solltest. Und da habe ich mich gefragt, ob Du bei meiner yogabegeisterten Lieblingsfreundin eine Einwilligung eingeholt hast, dass Du ihre Vorlieben erheben und speichern darfst.“

Andrea Herrmann bricht jetzt in ein herzhaftes Lachen aus und meint: „Daher weht der Wind. Die ganze DSGVO vergällt Dir auch die Freude an der Arbeit. Aber ich glaube, wir müssen unseren charmanten Barkeeper einmal in die Thematik einweihen, damit er weiß, wovon wir sprechen.“

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Die Senior Marketing Managerin greift einen Teilaspekt zum Thema Cookies heraus: „Möchte man weiterhin anonyme Nutzungsprofile erstellen, so wird dies künftig nur nach vorheriger ausdrücklicher Zustimmung des Nutzers möglich sein. Es handelt sich also um ein grundsätzliches Verbot mit Einwilligungsvorbehalt.“

„Ach so ist das“, sagt der Barkeeper. „Und was bedeutet das übersetzt für Menschen außerhalb des Marketing-Zirkels?

Herrmann erklärt Edward jetzt etwas genauer, was es mit der DSGVO und E-Privacy auf sich hat. Der Barkeeper schüttelt den Kopf. „Das Ganze auf mein Business übertragen, würde bedeuten: Ich bekäme dann ab Mai Ärger, weil ich abgespeichert habe, dass Du am liebsten Harvey Wallbanger trinkst, so wie Du eh Cocktails auf Wodka-Basis denen auf Rum-Basis vorziehst, Dich meistens direkt im Thekenbereich aufhältst und am liebsten von Albert Straten auf ein paar Drinks einladen lässt…?“

„Moment mal!“, stimmen die beiden Gäste unisono ein. „Das letzte streichen wir jetzt einmal, aber vom Prinzip her hast Du recht.“

„Man kann natürlich nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, aber die Media Lounge ist nicht nur wegen ihrer Cocktails und dem Ambiente beliebt. Meine Gäste wissen besonders zu schätzen, dass ich die meisten namentlich kenne und dass ich weiß, was ihnen besonders gut schmeckt. Wer beim Besuch der Media Lounge mit Namen angesprochen wird, fühlt sich wohl und vertraut und hat das Gefühl als Fremder zu kommen und als Freund zu gehen.“

„Und wer von Edward, der Data Machine, gescannt wurde, bekommt die besten Tipps für neue Cocktail-Empfehlungen.“

Die Antwort des Barkeepers fällt kurz und knapp aus: „Dir empfehle ich heute zur Abwechslung ein Bier; damit kannst Du Deinen Ärger über die DSGVO am schnellsten herunterspülen.

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