Die Fußball-WM, Tiki-Taka im Marketing, und warum es am Ende doch auf das Team ankommt
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An der Bar mit Edward...

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Die Fußball-WM, Tiki-Taka im Marketing, und warum es am Ende doch auf das Team ankommt

Sind Sie Fußball-Fan? Freuen Sie sich auf die nächsten vier Wochen oder sind Sie eher genervt? Egal. An Fußball führt im Augenblick kein Weg vorbei. Auch im Marketing. Auch bei unserem Bargespräch. Hier aber durchaus mit kritischen Untertönen.

Heute kommen Albert Straten, der Marketing-Chef eines Medienhauses, und Andrea Herrmann, die Senior Marketing Managerin einer Softwarefirma, gemeinsam in die Media Lounge. Nachdem sie an der Bar Platz genommen haben, steigen sie direkt ins Gespräch ein: 

„Mal von Fachmann zu Fachfrau gefragt: Wie findest Du diese Rabatt-Newsletter anlässlich der Fußball-WM“, fragt Albert Straten. „Welchen meinst Du“, entgegnet Andrea Herrmann. Straten verschluckt sich fast vor Lachen, nachdem er einen ordentlichen Schluck von dem Daiquiri genommen hat, den ihm der Barkeeper Edward serviert hat.

„Ja, unique geht anders. In der Tat habe ich mich gefragt, ob die Kreativität unserer Kollegen sich der momentanen Spielweise unserer Nationalmannschaft anpassen will“, lästert Straten.

Das Einerlei der WM-Newsletter

Herrmann widerspricht leicht: „Wenn ich mir die verschiedenen Aktivitäten in unserer Branche anschaue, dann wird im Großen und Ganzen noch das rechte Maß getroffen – jedenfalls im B2B-Umfeld. Aber Du hast schon recht: An so einigen Aktionsnewslettern zur WM erkenne ich, dass ich am DSGVO-Stichtag oft den falschen Button geklickt habe.

„Na, na, na, das grenzt ja schon fast an Nestbeschmutzung“, kommentiert Felix Schmidt-Plinganser die Ausführungen von Herrmann. Der stellvertretende Marketingleiter eines großen Immobilienentwicklers ist seit einigen Minuten ebenfalls an der Bartheke. Er kennt Straten und Herrmann flüchtig von einigen Abenden in der Media Lounge und hat sich mit den beiden immer einmal wieder auch über berufliche Themen unterhalten. Jetzt mischt er sich in das Gespräch ein: „Jeder hat halt seine eigene Taktik, wie im Fußball auch, und das, was Du beschreibst, kommt wohl am ehesten dem Pressing nahe.“

„Tja, aber ob der Vergleich nicht etwas hinkt“, fragt sich Straten. Für mich ist das Marketing auch immer der Sparringspartner des Vertriebs. Gute Marketers – und auch gute Fußballspieler – sind schlau und verhalten sich geschickt im Zweikampf. Fouls müssen vermieden werden, der Zweikampf wird mit dem richtigen Stellungsspiel und Raffinesse gewonnen – so wie das Verkaufsgespräch auch.

Auf die Mannschaft kommt es an

„Vor dem Verkaufsgespräch kommt erst einmal der Marketingfunnel. Und der sollte so sein wie der perfekte Spielaufbau im Fußball – mit Breite und Tiefe“. Die Ausführungen Andrea Hermanns lassen Straten und Schmidt mit einer Mischung aus Be- und Verwunderung verstummen. „Was denn“, fragt die 38-Jährige. Die Zeiten, in denen Fußball reine Männersache war, sind glücklicherweise vorbei.“ Da muss selbst Straten als Dienst- und Gesichtsältester in der Runde beipflichten.

Schmidt-Plinganser greift einen anderen Aspekt auf: „Manndeckung, Raumdeckung, Doppelpass, schnelles Umschaltspiel, Tiki-Taka & Co. – das sind alles schöne Elemente aus Strategie und Taktik. Aber gilt nicht für Marketing und Vertrieb das Gleiche wie auf dem grünen Rasen: Auf die Mannschaft kommt es an.“

„Da gebe ich Dir absolut recht“, betont Herrmann. „Und im Zeitalter des richtigen Marketingmixes kommt es auch darauf an, dass das Team stimmt und wie man dessen Fähigkeiten einsetzt. Ein erfolgreicher Marketingleiter möchte, dass sein Team für etwas steht. Für modernes Marketing. Für fesselnde Kampagnen. Und vor allem: Für einen besonderen Teamgeist. Er setzt sein Personal-Puzzle so zusammen, wie es seiner Vision entspricht – und nicht so, wie es andere im Unternehmen gerne hätten.“

Jetzt mischt sich auch Edward ins Gespräch ein: „Also wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, Du hast ein Porträt von Jogi Löw im Kicker gelesen. Bevor Ihr weiter theoretisiert, müsst Ihr allerdings alle meinen neu kreierten WM-Cocktail probieren – mit Blick auf das Gastgeberland natürlich auf Wodka-Basis.“ 

Da Eddy unserem Team natürlich die Daumen drückt, setzt er auf ein Getränk in Nationalfarben, mit Passionsfrucht-Limes, Erdbeer-Limes und Wodka Black Berries on top. Nicht alle scheinen sich für die Getränkekombination erwärmen zu können.

„Also bei aller Wertschätzung für Deine Kreationen, Edward, aber ich hätte jetzt doch lieber ein Bier, murmelt Straten. Nach einer kurzen Pause in Stille müssen alle anfangen zu lachen, und selbst unser Barkeeper stimmt mit ein.

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