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Digitale Kommunikation und Information: Selbst zeitweiser Verzicht fällt schwer

Rund 40 Prozent der Deutschen haben kein Interesse, zeitweise auf den Konsum digitaler Angebote zu verzichten. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Dennoch versuchen viele, eine digitale Auszeit zu nehmen - mit unterschiedlichem Erfolg.

Das Smartphone bleibt zu Hause, digitale Geräte werden auf den Flugmodus gestellt, soziale Netzwerke werden links liegen gelassen. Kann das funktionieren? Die Absicht, zeitweise auf alle digitalen Medien zu verzichten, spaltet die Bundesbürger. Knapp vier von zehn Befragten (38 Prozent) haben kein Interesse an diesem sogenannten digitalen Detox und sind ‚always on‘. 44 Prozent sagen, sie haben den bewussten Verzicht auf alle digitalen Medien einmal ausprobiert – und sei es nur für ein paar Stunden, so ein weiteres Ergebnis der Bitkom-Umfrage. 

„Viele suchen hin und wieder bewusst Abstand vom Digitalen, meist vergeblich“, sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Jeder siebte Bundesbürger (15 Prozent) gibt an, schon einmal den Verzicht auf digitale Medien für einen gewissen Zeitraum versucht zu haben, ist aber daran gescheitert.

Die wenigsten wollen auf Digitales verzichten

Der Zeitraum, über den jemand auf Empfangs- und Sendepause geht, spielt dabei eine untergeordnete Rolle und variiert individuell sehr stark. 9 Prozent der Befragten sagen, dass sie regelmäßig für ein paar Stunden bewusst auf alle digitalen Medien verzichten. Jeder Fünfte (20 Prozent) war schon einmal über einen oder mehrere Tage nicht via E-Mail, soziale Netzwerke oder Handy erreichbar. 

Das hat die Altersgruppe der 50- bis 64-Jährigen (27 Prozent) mehr gereizt als die Jüngeren zwischen 14 und 29 Jahren (16 Prozent). 11 Prozent der Befragten haben die digitale Pause noch nicht ausprobiert, es sich aber für das neue Jahr vorgenommen.

Mister Marketing meint: Die Bitkom-Umfrage zeigt eindeutig, dass es sowohl im B2C-, als auch im B2B-Marketing unverzichtbar geworden ist, digitale Kanäle intensiv zu bespielen. Gleichzeitig ist die Haltung in der Bevölkerung, digitalen Verzicht zu üben, ein wichtiges Indiz: Auch klassische Kommunikationskanäle und Marketingformen haben ihre absolute Berechtigung und beugen einem digitalen Overkill vor.

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