Marketing im Spätsommer: Ferien heißt nicht Sendepause
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Marketing im Spätsommer: Ferien heißt nicht Sendepause

Marketing im Spätsommer? In einigen Bundesländern sind die Ferien schon vorbei, in anderen sind sie in vollem Gange. Da lohnt es sich doch nicht, Vollgas im Marketing zu geben! Das kann man so sehen, muss man aber nicht. Sicher, nicht alle Kunden, Interessenten und Journalisten sind zurück an ihrem Schreibtisch, ganz zu schweigen von Tausenden E-Mails, die bearbeitet werden wollen. Aber falls Sie selbst wieder „back on duty“ sind, sollten Sie den Spätsommer nutzen, um wichtige Vorbereitungen für den Herbst und das nächste Jahr zu treffen.

1.    Lassen Sie keine Funkstille aufkommen

Wussten Sie, dass etwa die Hälfte der Arbeitnehmer auch im Urlaub E-Mails liest und beantwortet? Nicht nur das: Laut einer Studie des Marktforschungsinstituts Emnid nehmen sich viele Entscheider sogar bewusst Aufgaben mit in den Urlaub, die im Alltagsgeschäft zu kurz gekommen sind. Und dann sind da noch die Daheimgebliebenen, die auf einen längeren Urlaub während der heißen Jahreszeit verzichten. Der Sommer ist also alles andere als Ferienzeit für das Marketing! Im Gegenteil: Wenn Sie bei Ihren Interessenten jetzt mit dem passenden Content die richtigen Impulse setzen, ist das die Gelegenheit, dem Wettbewerb einen Schritt voraus zu sein.

2.    Passen Sie Ihre Kommunikation der Jahreszeit an

Womit lesen Sie im Urlaub Ihre Mails? Wenn Sie es so machen wie die große Mehrheit, dann verwenden Sie ein mobiles Endgerät, sei es Smartphone oder Tablet. Das bedeutet: Legen Sie in den Sommermonaten ein besonderes Augenmerk auf eine optimale Darstellung Ihrer Marketing-E-Mails auf Mobilgeräten. Achten Sie auf kurze und prägnante Betreffzeilen, knappe Fließtexte, gut mit dem Finger klickbare Links etc. Vermeiden Sie horizontales Scrollen und ein Überladen der E-Mail mit zu viel Text- oder Bildcontent. Ebenso wichtig wie die Form ist der Inhalt: Nutzen Sie die Sommerstimmung Ihrer Leads mit passenden Angeboten und Goodies. Interessenten mit der Verlosung einer Eismaschine auf Ihre Website locken, jeder Bestellung bis zu einem bestimmten Datum gratis eine Sonnenbrille beilegen – werden Sie kreativ und überlegen Sie sich eine Sommeraktion, die bei Ihrer Zielgruppe für gute Laune sorgt. Denn nur wer sich als König fühlt, wird Ihrem Call-to-Action folgen.

3.    Kümmern Sie sich frühzeitig um die Messevorbereitung

Der Herbst steht vor der Tür – und damit zahlreiche Leitmessen verschiedenster Branchen. Hand aufs Herz: Haben Sie bereits jetzt alle Vorbereitungen für Ihre Messe im Oktober getroffen? Wenn Sie diese Frage verneinen müssen, sollten Sie die kommenden Wochen genau hierfür nutzen. Informieren Sie alle Beteiligten intern und extern über den geplanten Messeauftritt: Mitarbeiter, Partner, Dienstleister, Kunden, Interessenten und Medienvertreter. Stellen Sie verschiedene Teams für die organisatorische und inhaltliche Messevorbereitung, für die Betreuung vor Ort, für das Vertriebsteam, für das Backoffice im Unternehmen während der Messe und für die Messenachbereitung zusammen. Legen Sie mit den Teamverantwortlichen einen Fahrplan inklusive Deadlines fest. Mit diesen ersten Schritten leiten Sie alle To-Dos in die Wege und verteilen die Aufgabenlast auf mehrere Schultern.

4.    Nutzen Sie den Spätsommer zum Optimieren und Vorarbeiten

Ist erst einmal der Messeherbst geschafft, geht es ruckzuck, und schon ist das Jahr fast wieder zu Ende. Nutzen Sie den weniger stressigen Sommer, um vorzuarbeiten. Mit der Planung der Content-Strategie für das Weihnachtsgeschäft kann man nicht früh genug beginnen. Zudem stehen in Q4 die Budgetverhandlungen für das nächste Jahr an. Wenn Sie sich bereits jetzt zurechtlegen, wie Sie Ihre Neu- und Bestandskunden am besten überzeugen, stehen Sie am Jahresende weniger unter Druck. Ist es in Ihrem Geschäft nicht möglich, so weit im Voraus zu planen, ist es sinnvoll, stattdessen einen Blick zurück zu werfen. Erfolgsmessung, A/B-Tests, KPI-Auswertungen – jetzt ist der richtige Zeitpunkt für Analyse und Optimierung.
 

5.    Bereiten Sie sich auf die ePrivacy-Verordnung vor

Sie haben die Vorgaben der DSGVO umgesetzt? Herzlichen Glückwunsch! Aber bedenken Sie: Nach der Datenschutzgrundverordnung ist vor der ePrivacy-Verordnung (ePVO). Nutzen Sie darum den ruhigen Spätsommer und treffen Sie die nötigen Vorbereitungen, damit Sie gewappnet sind, wenn die ePVO 2019 in Kraft tritt: Schaffen Sie schon heute die rechtliche Grundlage für die Sammlung und Verarbeitung von Daten, verzichten Sie auf Tracking ohne Opt-in, motivieren Sie Websitebesucher zur Registrierung und spielen Sie personalisierte Werbung nur an angemeldete Nutzer aus. Nicht zuletzt empfiehlt es sich, mit den Betreibern von Werbeplattformen einen Auftragsverarbeitungsvertrag zu schließen, der alle Aspekte der Verarbeitung personenbezogener Daten regelt.

 


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