Neue Studie: Deutsche vertrauen Print mehr als Social-Media
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Neue Studie: Deutsche vertrauen Print mehr als Social-Media

Die Zunahme an Fake-News hat die Deutschen für die Glaubwürdigkeit verschiedener Medienkanäle sensibilisiert. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue, repräsentative Umfrage der Gesellschaft für integrierte Kommunikationsforschung (GIK), eines Gemeinschaftsunternehmens von fünf großen deutschen Medienhäusern. Mediennutzer sind sich heute bewusst, dass nicht jede Nachrichtenquelle glaubwürdig ist. Eine Tatsache, die nicht nur das Vertrauen in klassische Printmedien und deren Online-Auftritte stärkt, sondern auch die Glaubwürdigkeit von Werbung in Printmedien erhöht.

„Fake-News“ als Begriff bekannt

Laut der Studie kennen mit 95 Prozent fast alle Deutschen den Begriff „Fake-News“. Die Hälfte der Befragten ist bereits wissentlich einer dieser Falschmeldungen begegnet, die Meinungsmacher gezielt zu manipulativen Zwecken in Medien und Internet streuen. Der bedeutendste Kanal für die Verbreitung von Fake-News sind die Social-Media: 92 Prozent der Mediennutzer betrachten soziale Netzwerke als besonders anfällig für Falschinformationen. Daher verwundert es nicht, dass insbesondere diejenigen oft mit Fake-News in Berührung kommen, die sich häufig über Blogs, Social-Media-Accounts von Influencern sowie Videokanäle wie YouTube informieren: In dieser Gruppe sind rund zwei Drittel der Befragten schon Fake-News begegnet.

Fake-News steigern die Sensibilität für die Nachrichtenquelle

Soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram und Co. sind aus verschiedenen Gründen prädestiniert für das Streuen von Falschmeldungen. Jeder kann dort über sein Nutzerkonto Inhalte veröffentlichen, eine Kontrolle durch die Plattformbetreiber erfolgt kaum. Durch Liken, Teilen und Kommentieren kann sich eine Nachricht zudem rasend schnell verbreiten. Die große Mehrheit der Deutschen ist sich der Brisanz von Fake-News bewusst: 81 Prozent erachten sie als eine Gefahr für die Demokratie. Jeder vierte Befragte gab daher an, inzwischen stärker auf die Quellen von Informationen und Nachrichten zu achten. Doch wem vertrauen die Mediennutzer am meisten? Bei der Frage nach vertrauenswürdigen Quellen landen journalistische Websites und Printmedien auf den ersten beiden Plätzen. Ganze 60 Prozent würden den Printmedien eher Glauben schenken, sollte ein Ereignis hier grundlegend anders dargestellt sein als in den Social-Media. Dies gilt sogar noch stärker für die jüngeren Befragten: Bei den Unter-30-Jährigen liegt der Anteil derer, die sich im Zweifel auf Print verlassen, bei 69 Prozent.

Klassische Medien auch in Social-Media glaubwürdiger

Die höhere Glaubwürdigkeit von Print strahlt auch auf den Bereich der Werbung aus. Laut der Gesamtstudie „best for planning“ der GIK sind Printanzeigen 4,4-mal glaubwürdiger und 3,5-mal kaufanregender als Anzeigen in sozialen Netzwerken. In den Social-Media zeigt sich ein ähnlicher Effekt: Nutzer finden Beiträge auf Facebook glaubwürdiger, wenn sie vom Account eines Printmediums stammen oder wenn sich der Inhalt mit Informationen aus klassischen Quellen deckt, wie etwa Zeitungsartikel, Fernseh- und Radiosendungen. Und wie sieht es bei Beiträgen mit hohem Echo aus? Zahlreiche Likes sind kein Garant für Vertrauen – gerade einmal sieben Prozent der Befragten halten einen Beitrag nur deshalb für glaubwürdig, weil er oft geliket wurde.


Weitere Informationen zur Relevanz von Print- und Fachmedien, insbesondere in der Zielgruppe der B2B-Entscheider, erhalten Leser ebenfalls hier in der Media Lounge oder in unserem Leitfaden „ePrivacy-Verordnung: Konsequenzen und Strategien für Werbetreibende und wie Unternehmen B2B-Entscheider zukünftig erreichen“, der unter https://medialounge.haufe.de/artikel/leitfaden-eprivacy-verordnung/ kostenlos zum Download zur Verfügung steht.