OMR 2022: Warum ist das Festival trotz B2C-Fokus auch für B2B-Marketer relevant?

Es war bunt. Es war laut. Es war schrill. Nach zwei Jahren Pause haben die Online Marketing Rockstars (OMR) wieder als Live-Event vor Ort stattgefunden. Naturgemäß lag der fachliche Fokus eher auf B2C-Themen. Doch es gab durchaus Trends, die auch für das B2B-Marketing relevant sind – oder zukünftig relevant sein können.


Warum die OMR trotz B2C-Fokus für den B2B relevant ist | Haufe Group
OMR 2022

70.000 Besucher und Ausnahmezustand in Hamburg. So groß war der Andrang noch nie. Kein Wunder, hatte man doch das Gefühl, dass die gesamte Online-Marketing-Branche einfach nur froh darüber war, endlich wieder zusammenkommen zu können. „Auch ich habe mich sehr gefreut, dabei zu sein“, sagt Christian A. Schmitt, Director Media Sales und Corporate Media der Haufe Group. „Ich habe auf der OMR fast mein ganzes Netzwerk getroffen. Klar, die meisten Referenten haben über B2C-Themen gesprochen. Dennoch waren ihre Impulse sehr inspirierend – auch für das Online-Marketing im B2B.“ Dementsprechend hat sich eine Reihe an Trends herauskristallisiert, die sich vom B2C auf das B2B-Marketing übertragen lassen: 

1. Trend: Es geht um die Marke – immer und überall.

Rapperin und Influencerin Shirin David hat mit Douglas-CEO Tina Müller darüber gesprochen, wie wichtig es ist, als erfolgreiche Musikerin und Social-Media-Star selbst eine Marke zu sein. Dabei geht es ihr in erster Linie nicht um ihren Status als Marke, sondern darum, in ihrer Community als glaubwürdig und vertrauenswürdig wahrgenommen zu werden. Shirin David überlegt sich darum sehr genau, was zu ihrer Marke passt, welche Produkte sie promotet, welche Unternehmen sie als Partner wählt. Ihre Aussage: Markenauthentizität ist im Digital-Business entscheidend.

„Shirin David ist eine toughe Frau, die zugleich sehr reflektiert ist. Die Art und Weise, wie sie die Dinge angeht, kann für B2B-Marketer eine tolle Inspiration sein. Die Mitarbeiter in B2B-Unternehmen haben eine große fachliche Kompetenz und können die Vorteile von Produkten und Services entsprechend glaubwürdig kommunizieren. Die Belegschaft als Markenbotschafter oder Corporate-Influencer für sich sprechen zu lassen, um eine Marke und ein positives Image aufzubauen – dieses Potenzial schöpfen zu wenige B2B-Unternehmen aus.“ 
Christian A. Schmitt

2. Trend: Fehler gehören einfach dazu.

Quentin Tarantino gilt als einer der versiertesten Regisseure überhaupt. Auf der großen OMR-Bühne gab er ganz offen zu: „Ja, am Anfang meiner Karriere habe ich viele Fehler gemacht, ich bin hin und wieder gescheitert.“ Gleichzeitig sagte er, dass diese Fehler wertvolle Erfahrungen für ihn gewesen seien. Er sei daran sehr gewachsen und habe wahnsinnig viel gelernt. Ohne seine Anfangsfehler hätte er nicht der Filmemacher werden können, der er heute sei. O-Ton: „I like risk. It makes movies better.“

„Natürlich wäre es verwegen, Quentin Tarantino als Gesprächspartner für unsere #FEHLERausradieren-Kampagne gewinnen zu wollen. Aber sein Auftritt zeigt doch, dass auch die ganz Großen vor Fehlern nicht gefeit sind – oder nur wegen ihrer Fehler groß werden konnten. Fehler zuzugeben und daraus zu lernen, ist eine Tugend, die hierzulande im B2B-Marketing eine größere Rolle spielen sollte.“
Christian A. Schmitt

3. Trend: Am B2C orientieren

Spannend waren auch die von OMR-Gründer Philipp Westermeyer vorgestellten Marketing-Quick-Wins:

  • Try user-generated ads: Auf Online-Ads zu setzen, die Kunden oder Nutzer entwickelt haben, könnte B2B-Unternehmen erlauben, noch überzeugender aufzutreten und deutlich bessere Klickraten zu erzielen.
     
  • Use local meme sites: Indem B2B-Unternehmen aktuelle oder lokale Memes aufgreifen oder eigene Memes – passend zu ihren Themen – erstellen, könnten sie nicht nur ihre Reichweite vergrößern, sondern auch gänzlich neue Zielgruppen ansprechen.
     
  • Activate your corporate account: B2B-Unternehmen wären gut beraten, an zusätzlichen Touchpoints mit ihrer Zielgruppe in Kontakt zu treten, etwa im Kontext relevanter, reichweitenstarker Social-Media-Accounts.
     
  • Don´t waste transactional e-mails: Während B2C-Unternehmen eher zu viel transaktionale E-Mails versenden – beispielsweise, um über den Status einer Bestellung zu informieren –, haben B2B-Unternehmen hier Nachholbedarf. Es gilt, potenzielle Kunden entlang ihrer Customer-Journey mit passgenauen Inhalten zu begleiten. Solche E-Mails haben, Philipp Westermeyer zufolge, sehr hohe Öffnungsraten.

In eine ähnliche Richtung geht ein weiterer Trend, der vom B2C auf den B2B überschwappen könnte: das Docutainment. Nutzwertige Inhalte unterhaltsam aufzubereiten, könnte das B2B-Markerting auf ein neues Level heben. Warum trockene Fakten nicht als toll gelayouteten Comic aufbereiten, um mehr Aufmerksamkeit zu generieren? Oder hilfreiches Hintergrundwissen nicht in Form eines kreativen Videos präsentieren, um die Reichweite zu vergrößern? 

„Dokutainment-Formate sind aus dem privaten Medienkonsum bekannt und bei Nutzern sehr beliebt. Es ist ein Irrglaube, dass B2B-Unternehmen keine fesselnden Geschichten zu erzählen hätten. Man denke nur an die Entwicklung einer neuen Technologie oder an die Produktion eines innovativen Werkstoffs. Hier könnten spannende Themen und kurzweilige Aufbereitung tatsächlich eine Symbiose eingehen.“  
Christian A. Schmitt

OMR – Wohin geht die Reise?

Es war viel los auf der OMR 2022. Internationale Superstars wie Quentin Tarantino, Ashton Kutcher oder auch will.i.am als Speaker einzuladen, könnte ein Mittel sein, um im hart umkämpften Event-Business die nötige Aufmerksamkeit zu erzielen. Als Top-Acts sind sie nicht nur bei den Zuschauern gut angekommen, sie haben die Veranstaltung auch thematisch bereichert – und werden ihren Teil dazu beitragen, dass die OMR 2022 nachhaltig in Erinnerung bleibt. 

„Für mich bleibt es interessant, zu sehen, wohin sich die Online Marketing Rockstars entwickeln werden. An ihren Anfangszeiten war die DMEXCO ebenfalls sehr bunt und schrill. Ich bin gespannt, wohin die Reise für die OMR gehen wird.“
Christian A. Schmitt


Hörtipp

Im Podcast D25 – eine Viertelstunde Digitales spricht Christian A. Schmitt mit Journalist und Blogger Christian Jakubetz über Nach der OMR: Wo geht die Reise hin im Online-Marketing? So viel sei verraten: Digital ist die Gegenwart, und die Zukunft sowieso. Doch es gibt gute Gründe, warum man das gute, alte Print nicht abschreiben sollte.



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Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung der Sprachformen männlich, weiblich und divers verzichtet.
Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

Christian Schmitt
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